Die frühgeschichtliche Festung von Tappa liegt auf einem Felsvorsprung, der sich von den Nebenkämmen der Punta di a Caccia abhebt. In der Nähe der bronzezeitlichen Fundstätten von Ceccia und Bruschiccia thront dieses Castellu über dem kleinen Tal des Caniccione, einem Nebenfluss des Stabiacciu.
An seinem südöstlichen Gipfel steht ein «torreanisches Monument» mit kreisförmigem Grundriss, das aus Trockenmauerwerk errichtet wurde. Es handelt sich um eine Torra mit recht klassischem Grundriss, bestehend aus einer kreisförmigen Kammer, rechtwinklig angeordneten Nebenräumen, einem geradlinigen Gang und einer Zugangsrampe zum Obergeschoss auf der rechten Seite. Möglicherweise erhob sich in der Nähe des Nordgipfels eine weitere Torra. Das Felschaos wird von mehreren Abschnitten einer Trockenmauer umgeben, die einen Bereich schützen, in dem mehrere Behausungen mit Feuerstellen nachgewiesen wurden.
Die Fundstätte von Tappa war Gegenstand von Ausgrabungen, die 1960 und 1961 von Roger Grosjean durchgeführt wurden. Diese Arbeiten ergaben, dass der Ort in der Bronzezeit besiedelt war, nachdem er bereits in der zweiten Hälfte der Jungsteinzeit erstmals bewohnt worden war.
Die jüngste Untersuchung der Fundstücke hat es ermöglicht, diese chronologischen Aspekte zu präzisieren, indem sie ergab, dass der Bau, die Besiedlung und die Aufgabe der Stätte zwischen der mittleren frühen Bronzezeit und dem Beginn der mittleren Bronzezeit, also zwischen 1900 und 1500 v. Chr., stattfanden.
Tappa steht seit 2021 unter Denkmalschutz.
Start: 10 Autominuten von Portivechju entfernt an der Straße nach Figari. Wegweiser von der Straße aus sichtbar (links).
Schwierigkeitsgrad: keiner
Dauer: 20 Minuten hin und zurück
Empfehlung: Wanderschuhe.


